9 Tipps für einen Kurztrip nach Edinburgh

KurztripsStädtereisen
von on 2016-02-16

Als ich zum ersten Mal nach Edinburgh gekommen bin, hatte ich sofort das Gefühl, dass diese Stadt wie für mich gemacht ist. Besonders die Old Town mit den zahlreichen kleinen Closes rund um die Royal Mile hat es mir angetan. Wenn ich nicht gerade mit einem Schiff auf dem berühmten Loch Ness unterwegs war oder durch die zahlreichen Burgen des Landes geschlendert bin, habe ich die schottische Hauptstadt erkundet und eine Vielzahl an wundervollen Orten gesehen, die ich in diesem Post mit dir teilen möchte. Mit meinen 9 Tipps bist du für deinen nächsten Kurztrip nach Edinburgh bestens gerüstet.

Kurztrip Edinburgh – Arthur’s Seat

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Da geht’s rauf

Der Arthur’s Seat ist eine der vulkanischen Erhebungen der Stadt und bietet nicht nur auf seinem Gipfel eine herrliche Aussicht über Edinburgh bis hin zur Nordsee. Die Wanderung verzückt mit Highland-Feeling mitten in der Stadt.

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Ausblick auf den Holyrood Palace

Startpunkt ist der Holyrood Palace am Fuße der Royal Mile, von wo aus du nach wenigen Minuten den Queen’s Drive erreichst, der um den kompletten Berg verläuft. Nach dem ersten steilen Anstieg wirst du einen herrlichen Blick auf die königliche Residenz bekommen. Entlang der Salisbury Crags geht es weiter Richtung Süden, wo du nach etwa 1 Kilometer fast wieder auf den Queen’s Drive triffst.

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Hier fühlt man sich wie in den Highlands

Der erste etwas anstrengende Teil der Wanderung ist nun erstmal vorbei. Der Weg führt scharf links in ein flaches Tal mit grünen Wiesen. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man spätestens hier meinen, tatsächlich in den Highlands unterwegs zu sein. Keine Spur mehr von dem Großstadt-Trubel, der sich, wie ich finde, in Edinburgh auch einigermaßen in Grenzen hält.

Obwohl ich diesmal eine gute Karte mit Wegbeschreibung dabei hatte, muss ich wohl (und das war ich zugegebenermaßen auch ein bisschen) ein wenig „lost“ ausgesehen haben, denn schnell wurden Einheimische auf mich aufmerksam und fragten, ob sie mir helfen können. Die Wanderung rauf auf den Arthur’s Seat habe ich an meinem letzten Tag in Schottland gemacht und in diesem Moment bestätigte sich noch einmal, was ich bereits in der ganzen Woche gemerkt habe: die Schotten sind wirklich sehr nette und hilfsbereite Menschen! Mit viel Geduld erklärten mir die beiden Männer, wie ich nun am besten auf den Gipfel komme.

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Pause an der alten Kapelle

Am Ende des Teilstücks Richtung Norden befinden sich die Reste einer Kapelle, von wo aus man einen schönen Blick auf die Nordsee genießen und nochmal Kräfte für den finalen Aufstieg sammeln kann. Schätzungsweise geht es jetzt noch etwa 1 Kilometer bergauf, wo ein Panoramablick auf 257 Metern Höhe über ganz Edinburgh wartet.

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Endlich oben angekommen

Wer möchte, kann danach noch weiter zum The Sheep Heid Inn, dem ältesten Pub Schottlands wandern und sich mit einem kühlen Bier erfrischen.

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Ältester Pub Schottlands

Kurztrip Edinburgh – Calton Hill

Der Calton Hill ist einer der schönsten Plätze der New Town, dem Gegenstück zur mittelalterlichen Architektur der Altstadt. 143 Stufen führen auf den Hügel, der die wohl schönste Aussicht auf die Stadt bietet. Besonders bei Dämmerung lädt dieser Ort dazu ein, den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

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Ausblick vom Calton Hill

Arthur’s Seat, Stadtzentrum, Nordsee – hier oben kommt man aus dem Staunen fast gar nicht mehr raus. Besonders beeindruckend ist die Illumination des Edinburgh Castle. Zudem findet man einige alte Monumente, die alle auf ihre eigene Weise bemerkenswert sind.

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Monument auf dem Calton Hill

Kurztrip Edinburgh – Scott Monument

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Scott Monument zu Ehren von Sir Walter Scott

Das Scott Monument liegt im wunderschönen Princess Street Garden und wurde zu Ehren des Schriftstellers Sir Walter Scott errichet. Für 4 Pfund (ca. 5,20 Euro) kann man das 61 Meter hohe Bauwerk über eine Wendeltreppe mit 267 Stufen  erklimmen und eine weitere traumhafte Aussicht auf Edinburgh genießen.

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Aussicht vom Scott Monument

Allerdings ist die Treppe wirklich sehr eng und bei Gegenverkehr kann es dann auch mal ganz schön schwierig werden, aneinander vorbeizukommen. Zum Glück waren bei meinem Besuch recht wenige Leute in dem Monument unterwegs, so dass ich es fast für mich alleine hatte und mehr oder weniger flüssig hoch und wieder runter kam. Zur Not gibt es aber auch mehrere Ebenen, auf denen man auch mal warten kann. Die schöne Aussicht lädt in jedem Fall dazu ein.

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Das Meer ist ganz nah

Kurztrip Edinburgh – Edinburgh Castle

Nicht nur für Burgenliebhaber ist das Edinburgh Castle ein absolutes Muss. Wer nach Edinburgh reist, sollte einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schottlands auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Wie populär die Burg ist, kann man an den langen Schlangen am Eingang sehen. Ich war bereits eine halbe Stunde vor der Öffnung dort, traute dann aber meinen Augen nicht, als ich den großen Besucherandrang sah. Und das an einem Dienstag Morgen. 16,50 Pfund (ca. 21,70 Euro) kostet eines der begehrten Tickets und sollte nach meiner Erfahrung am besten schon im Vorfeld online besorgt werden, um lange Wartezeiten zu vermeiden.

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Edinburgh Castle

Wenn man dann mal drin ist, hat man auch von hier einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt, der ebenso bis zum Meer reicht.

Ein absolutes Highlight hier oben auf dem Castle Hill ist wohl der tägliche Schuss der One O’Clock Gun um 13 Uhr. Heute zwar „nur“ noch Attraktion, diente das historische Signal früher als exakte Zeitangabe für Seefahrer im Firth of Forth.

Die Geschichte der schottischen Königinnen und Könige ist ebenso lang wie ereignisreich. Mittlerweile werden die schottischen Kronjuwelen allerdings nicht mehr „gebraucht“ und befinden sich heute im Kronsaal der Burg. Schade, dass in diesem Raum leider keine Fotos gemacht werden dürfen.

Kurztrip Edinburgh – Royal Mile

Die Royal Mile in Edinburgh war wohl mein absoluter Lieblingsort in der Stadt. Obwohl ich im ganzen Land so viele tolle Plätze kennenlernen durfte, hat es mir diese alte Straße ganz besonders angetan. Ob Essen, Whisky oder Sehenswürdigkeiten, hier habe ich mich Schottland ganz besonders verbunden gefühlt.

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Royal Mile

Oben auf dem Castle Hill thront das Edinburgh Castle über der Old Town. Am südlichen Ende liegt die königliche Residenz. Dazwischen kann man Führungen aller Art machen, die einem die vorallem dunkle Geschichte der Stadt näher bringen, gutes schottisches Essen genießen oder in einem der zahlreichen Pubs den einheimischen Lebensstil verfolgen. An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Zum Glück lag mein Hotel damals direkt an der Royal Mile, so dass ich dort viel Zeit verbringen konnte. Warum auch du die Royal Mile lieben wirst, zeige ich dir hier.

Kurztrip Edinburgh – Greyfriars Kirkyard

Der Greyfriars Kirkyard ist einer der gruseligsten Orte der Stadt. Vor meinem Urlaub hatte ich also schon einen Spaziergang durch die alten Gräber geplant. Zufälligerweise bin ich abends auf der Royal Mile auf einen Treffpunkt für eine Führung gestoßen und habe mich natürlich sofort angeschlossen. Und ich kann dir nur raten, das auch zu tun, denn nur dann wirst du abgesperrte Orte sehen, die dem „normalen Besucher“ nicht zugänglich sind. Gruselfaktor garantiert! Und noch mehr Gruselmöglichkeiten in Edinburgh zeige ich dir hier.

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Greyfriars Kirkyard

Zudem ist die Geschichte des berühmten Greyfriars Bobby einfach nur rührend. Der kleine Terrier hat auf dem Friedhof sogar sein eigenes Grab. Als 1858 das Herrchen des Hundes starb, bewachte er dessen Grab noch 14 Jahre bis zu seinem eigenen Tod.

Kurztrip Edinburgh – Edinburgh Dungeons

Die Edinburgh Dungeons sind eines meiner Highlights in Edinburgh wenn es darum geht, etwas über die dunkle Geschichte der Stadt zu erfahren und sich dabei gleichzeitig so richtig schön zu gruseln. In der 80-minütigen Show tauchst du zusammen mit den täuschend echten Charakteren in die früheren Lebensumstände der Bewohner ein und auch die Schreckmomente kommen definitiv nicht zu kurz.

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Edinburgh Dungeons

In den Dungeons ist man zudem permanent Teil der Show. Der ein oder andere Besucher wird immer wieder ausgewählt, um an bestimmten Geschichten mitzuwirken. In jedem Raum, jeder dunklen Katakombe befindet sich eine neue, düstere Episode aus Edinburghs Historie, die man so schnell nicht vergessen wird. Besonders am Ende der Show wartet auf die Teilnehmer ein spannender Effekt, der einen fast in den Wahnsinn treiben kann. Eigentlich würde ich gerne noch mehr über die Dungeons erzählen, möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten. Mach‘ dir am besten selbst ein Bild und grusel dich in Edinburghs „moderner Geisterbahn“.

Du stehst auf gruselige Orte und Schauergeschichten? Dann schau‘ doch auch mal hier vorbei. Außerdem gibt es Dungeons nicht nur in Edinburgh. Auch in Berlin findest du die Gruselshow.

Kurztrip Edinburgh – The World Famous Frankenstein

Auf diese Location bin ich eher zufällig gestoßen. Mein Urlaub in Schottland war meine erste Reise ganz alleine und daher hatte ich alles bestens durchgeplant. Natürlich ist es dann ab und zu anders gekommen als gedacht. Als ich also an einem Abend in einem Pub, den ich in meinem Reiseführer ausgesucht und im Vorfeld für sehenswert befunden habe, musste ich dort angekommen leider feststellen, dass ich nicht die einzige Person mit dieser Idee war. Es war mega voll. Also trank ich mein Bier aus und zog weiter.

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The World Famous Frankenstein

Planlos lief ich durch die alten Straßen Edinburghs und stieß schließlich auf das World Famous Frankenstein 1818. Wie es der Zufall so wollte, war dort an diesem Tag Kinoabend. Alte Frankenstein-Filme sollten gezeigt werden. Das fand ich interessant und habe kurzerhand entschlossen, meinen Abend dort zu verbringen.

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Düsteres Ambiente

Die Location war richtig schön gruselig und düster eingerichtet. Frankenstein war überall präsent. Später am Abend wurde ein Exemplar in Lebensgröße von der Decke herabgelassen und das Spektakel mit entsprechender Musik unterstrichen. Alles in allem war das ein wirklich sehr gelungener Abend, der so eigentlich gar nicht geplant war und nun dennoch eine absolute Empfehlung von mir für dich darstellt.

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Frankenstein kommt von der Decke

Kurztrip Edinburgh – Jekyll & Hyde

Das Jekyll & Hyde ist ein weiterer Pub in Edinburgh mit absolut einmaliger Athmosphäre. Deutlich kleiner zwar als im Frankenstein, aber nicht minder beeindruckend – und düster. Und ebenso von der Kategorie Zufall, da diese Location vorher auch nicht auf meinem Plan gestanden hat.

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Jekyll & Hyde

Angelehnt an den berühmten Doktor findet man hier Cocktails der ganz besonderen Art. Seven Deadly Sins, The Four Horsemen Of The Apocalypse oder Seven Contrary Virtues. Die Auswahl an einzigartigen Getränken ist beachtlich.

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Die Burger hier sind richtig lecker

Und auch des Essen hier ist super. Ich hatte zwar „nur“ einen simplen Cheeseburger, aber als Liebhaberin weiß ich, dass man hierbei auch viel falsch machen kann. Nicht so im Jekyll & Hyde, wo ich die Wartezeit auf mein Abendessen zudem sehr gut damit überbrücken konnte, die vielen Eindrücke des kleinen Ladens einzufangen. Ganz weit offen war mein Mund, als ich gesehen hatte, wo es zu den Toiletten geht. Wo, möchte ich jetzt allerdings nicht verraten, um dir nicht den Moment zu nehmen, wenn du irgendwann mal dort bist.

Für einen gemütlichen Abend mit gutem, aber „einfachem“ Essen mit guten Drinks in düsterem Ambiente sollte das Jekyll & Hyde definitiv ganz oben auf deiner Liste stehen.

Falls es doch nicht unbedingt ein Chesseburger sein soll, musst du in Schottland aber auf jeden Fall diese Dinge essen.


Das waren meine 9 Tipps für dich für einen unvergesslichen Kurztrip nach Edinburgh. Wandern, tolle Aussichten, düstere Geschichte mit Gruselmomenten, gutes Essen, athmosphärische Pubs – Edinburgh hat jede Menge zu bieten und mit meinen Empfehlungen findest du direkt die schönsten Orte.

Warst du auch schon in Edinburgh? Was hat dir besonders gut gefallen? Welche Orte fehlen auf meiner Liste? Ich freue mich auf deinen Kommentar!


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Möchtest du noch mehr Reisetipps zu Städtereisen und Kurztrips? Dann schau am besten mal hier und hier vorbei.


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8 KOMMENTARE
  1. Antworten

    Igor (7 Kontinente)

    17. Februar 2016

    Salut Christina
    Ahh… Edinburgh! Hatte ich nie vorher auf dem Radar und auf der Suche nach einem neuen Wallpaper habe ich die Schönheit und Einzigartigkeit dieser Stadt entdeckt! Danke für die Tipps, werde mich dort mal etwas geschichtlich inspirieren lassen.
    Grüsse, Igor

    • Christina
      Antworten

      Christina

      18. Februar 2016

      Hey Igor,
      Edinburgh kann ich dir wirklich wärmstens ans Herz legen. Die Geschichte ist wirklich spannend, die Stadt wunderschön. Auf jeden Fall eine Reise wert.

      Liebe Grüße,
      Christina

  2. Antworten

    Sabine

    7. Mai 2016

    Edinburgh und Schottland – ich liebe es! Wobei ich nicht so ein Fan der Royal Mile bin, ich schaue mich gern in den versteckten Gassen rundum einmal um!

    • Christina
      Antworten

      Christina

      8. Mai 2016

      Die kleinen Gassen haben mir auch super gefallen. Edinburgh ist eine so wundervolle Stadt :-)

  3. Antworten

    lisalovesunlife

    7. Mai 2016

    great post, and I am ashamed to admit I have not been up Carlton Hill but it is now on my to do list. The monument looks Greek :)

    • Christina
      Antworten

      Christina

      8. Mai 2016

      Thanks :-)
      It should be on your list. You will have a great view from there :-)

  4. Antworten

    helga

    18. Juli 2016

    wow, das erste Foto mit dem Regenbogen über dem Arthurs Seat ist ja der Hammer :)

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Hey Reisefreunde, mein Name ist Christina und ich schreibe hier über Kurztrips, Städtereisen, Tagesausflüge und Wanderungen. Dein Reiseblog für die kleine Auszeit zwischendurch führt dich in kleinen Schritten um die Welt. Du möchtest mehr darüber erfahren? Dann schau' mal hier vorbei!
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