ITB Berlin 2017: Mein erstes Mal auf der weltgrößten Reisemesse

DeutschlandPersönliches
von on 2017-03-19

Im vergangenen Jahr erschien mir ein Besuch auf der weltgrößten Reisemesse in unserer Hauptstadt noch ein bisschen zu früh. Schließlich hatte ich meinen Blog erst ein paar Wochen zuvor gestartet. Doch in diesem März war ich bereit. Bereit für die ITB Berlin 2017 mit vielen tollen Gesprächen und zahlreichen Eindrücken zu wundervollen Reisezielen rund um den Globus.

Die Vorbereitungen auf die ITB Berlin 2017

Vom 7. bis zum 10. März sollte es für mich nach Berlin gehen. Mein erstes Mal auf der ITB, der weltgrößten Reisemesse. Wie bei jeder anderen Reise auch, musste ich da natürlich auch ein paar Vorbereitungen treffen.

Wo werde ich wohnen?

Wie reise ich am besten an?

Was muss ich einpacken?

Und ganz wichtig: was brauche ich alles für die ITB Berlin 2017?

Da eine solche Messe natürlich nicht nur dazu da ist, sich stundenlang die Füße wundzulaufen und staunend und fernwehgeplagt durch die riesigen Hallen zu schlendern, mussten geeignete Gesprächspartner für potentielle Kooperationen gefunden werden.

Ich überlegte mir, mit wem ich mich gerne treffen und über eine Zusammenarbeit sprechen möchte und machte ein paar Termine aus. Nicht zu viele. Schließlich hatte ich noch gar keine Ahnung, wie lange so eine Unterhaltung geht und was mich überhaupt erwartet.

Nachdem ich ein paar Treffen vereinbart hatte – die Resonanz auf meine Anfragen war übrigens super und so hatte ich zu meiner Überraschung ganz schnell einen ziemlich vollen Terminkalender -, musste ich mir natürlich auch überlegen, was ich in den Gesprächen alles sagen möchte. Wie kann ich meine Partner davon überzeugen, in Zukunft vielleicht mit mir zusammenzuarbeiten?

Außerdem mussten Media Kits mit aktuellen Zahlen her. Visitenkarten durften auch nicht vergessen werden. Mit einer Akkreditierung hat es in diesem Jahr leider nicht geklappt, da muss ich noch eine Schippe draufpacken. Also musste ich wohl oder übel zum nicht ganz günstigen Fachbesucherticket greifen.

Hotel buchen, Anreise planen, packen (nichts vergessen!) und nichts wie los zur ITB Berlin 2017.

Die Anreise zur ITB Berlin 2017

Mit meiner Begleitung, Saskia von AI SEE THE WORLD, machte ich mich am frühen Dienstagmorgen mit dem Auto auf den Weg nach Berlin. Wir reisten einen Tag vor Beginn der Messe an, um nicht übermüdet und gestresst auf der ITB anzukommen – und da Berlin immer eine Reise wert ist, um uns noch das ein oder andere in der Hauptstadt anzuschauen.

Geplant war ein Besuch des Baumkronenpfads rund um die Beelitz-Heilstätten. Nachdem ich den Artikel von Tips4Travellers gelesen hatte, wollte ich da unbedingt mal hin. Lost Places faszinieren uns ohnehin beide sehr. Doch während der Fahrt – es schüttete leider wie aus Eimern – mussten wir uns einen anderen Plan überlegen, denn der Regen machte uns einen Strich durch die Rechnung. Unser Navi führte uns ungeplant zwar doch an den verlassenen Heilstätten vorbei, so dass wir uns schnell einig waren, dass wir hier definitiv irgendwann nochmal hinfahren müssen…

Auf dem Weg zum *Gasthof Velten, unserer Unterkunft für die nächsten drei Nächte, stöberten wir nach weiteren verlassenen Orten rund um Berlin und wurden auch ganz schnell fündig. Der Geisterbahnhof Siemensstadt sollte es sein. Das Wetter besserte sich allmählich, der Himmel war zwar immer noch in ein kaltes Grau getaucht, doch das passte ja auch irgendwie zur Stimmung.

ITB Berlin 2017

Altes Fahrkartenschild am „Geisterbahnhof“ Siemensstadt

Leider war der verlassene Bahnhof nicht so zugänglich, wie wir es uns erhofft hätten. Etwas enttäuscht machten wir uns nur wenige Fotos später schließlich doch auf den Weg zu unserem Hotel. Erstmal im Zimmer ankommen und ein bisschen die Akkus aufladen. Mittlerweile waren wir schon rund sieben Stunden unterwegs.

Nach den beiden mehr oder weniger missglückten Versuchen verworfen wir schließlich den Gedanken, an diesem Tag weiter nach Lost Places Ausschau zu halten und machten uns mit der Bahn auf den Weg zum Alexanderplatz. Ein bisschen treiben lassen und mal an der East Side Gallery und in den Hackeschen Höfen vorbeischauen, eine Kleinigkeit essen und den ersten Tag in Berlin gemütlich ausklingen lassen. Schließlich stand das eigentlich Ziel unseres Trips, die ITB Berlin 2017, ja noch bevor und dafür wollten wir fit und ausgeruht sein.

ITB Berlin 2017

Alexanderplatz Berlin

Auf dem Weg zur East Side Gallery

ITB Berlin 2017

Berliner East Side Gallery

ITB Berlin 2017

Kunst an der East Side Gallery

ITB Berlin 2017

Hackesche Höfe

Der erste Messetag auf der ITB Berlin 2017

Mittwoch. Der Wecker klingelte früh. Aber wir wollten zeitig an der Messe sein. Unsere Unterkunft lag etwas außerhalb von Berlin. Fast eine Stunde Bahnfahrt nahmen wir für drei günstige Übernachtungen in Kauf. Man muss auch mal Prioritäten setzen…

Ankunft am Messegelände

Als wir am Südeingang des Messegeländes ankamen, war es noch relativ ruhig. Den Weg vom Bahnhof zu den Toren der ITB Berlin 2017 traten wir nahezu einsam an. Von den zahlreichen Menschen, die wir erwartet hatten, keine Spur. Die Ruhe vor dem Sturm. Gut, wir waren wirklich früh dran. Noch fast eine halbe Stunde bis zum Einlass…

ITB Berlin 2017

Ankunft am Messegelände

Dass es eine gute Entscheidung war, entspannt ein paar Minuten eher anzureisen, merkten wir nur kurze Zeit später. Wie auf Kommando strömten plötzlich die Massen aus ihren Löchern und drängten in die Eingangshalle. Bei näherem Hinsehen bemerkten wir, dass viele bereits mit einem Bändchen inklusive Eintrittskarte um den Hals ausgestattet waren. Bis zum offiziellen Einlass war noch etwas Zeit. Also machten wir uns auch noch schnell auf die Suche nach diesem praktischen Accessoire.

Endlich Einlass

Und dann ging es los. Der Startschuss zur ITB Berlin 2017 war gefallen. Gedränge vor dem schmalen Eingang zu den Messehallen wie im Fußballstadion. Obwohl es noch früh am Morgen war, habe ich schon ein bisschen das obligatorische Bier in der Hand auf dem Weg zum Spiel vermisst. Nur um dir mal eine Vorstellung davon zu geben, was da für ein Menschenandrang inklusive Geschubse und unfassbarer Ungeduld war. Werde ich nie verstehen, warum man nicht einen gewissen Abstand zueinander einhalten und warten kann, bis man einen Schritt weitergehen kann…

Geschafft, und jetzt?

Und dann waren wir drin. Zwei Neulinge auf der ITB Berlin 2017. Und jetzt? Genau, erstmal hinsetzen, sammeln, die ganzen Eindrücke verarbeiten und einen Plan für das weitere Vorgehen schmieden.

Unsere erste Anlaufstation war eine Halle mit zahlreichen Vertretern der europäischen Länder. Aber wie vorgehen? Zu den Ständen und Leute ansprechen? Was sagen? Gucken und abwarten? Erstmal ein bisschen rumlaufen und einen Überblick verschaffen? Mein erster Termin war noch etwas hin und so entschied ich mich dafür, die Hallen ein bisschen zu erkunden und mir zumindest einen Teil einfach nur mal anzuschauen.

Die ersten Termine

Es liegt in meiner Natur, dass ich vor einem Gespräch mit einer mir unbekannten Person immer ziemlich nervös bin. Vor allem, wenn ich wirklich kaum eine Ahnung habe, was mich genau erwartet. Aber nun war ich dort und ich wollte mit den Terminen ja auch etwas erreichen. Also allen Mut sammeln und nichts wie los ins kalte Wasser.

Doch als ich mit meinem ersten Gesprächspartner gerade warm geworden war – die erste Hürde war also mittlerweile überwunden und der Druck fiel langsam von mir ab -, stellte sich heraus, dass man mich zur falschen Person geschickt hatte und meine eigentlichen Gesprächspartner an einem anderen Tisch auf mich warten würden. Also alles nochmal von vorne… Unsere Unterhaltung lief allerdings super und ich denke, beide Seiten haben einen positiven Eindruck vom jeweils anderen mitgenommen. Mal schauen, was sich da in Zukunft entwickelt.

Ein erster, kleiner Erfolg. Nichtsdestotrotz freute ich mich im Anschluss daran, einen Kollegen zu treffen, der schon gemeinsam mit mir in Russland war, und mit ihm und seinem Geschäftspartner über ein gemeinsames Projekt zu philosophieren.

Am Nachmittag stand dann noch ein weiterer Termin an, der mir das erste breite Grinsen auf die Lippen zauberte. Das erste Gespräch lief schon recht gut, aber bei diesem Treffen waren meine Gegenüber mehr als sehr interessiert an einer Zusammenarbeit und ich freue mich schon wahnsinnig darauf, dir hoffentlich bald davon berichten zu können.

Den Tag ausklingen lassen

Wie ich dir ja schon gesagt habe, wollte ich meine erste ITB nicht mit Terminen überfüllen, aber nach diesem letzten Gespräch hätte ich gut und gerne noch 100 weitere führen können. So macht Messe Spaß.

Ich wurde entspannter und mutiger und besuchte so kurzerhand noch ein paar weitere Stände und stellte mich und meinen Blog vor. Von schmerzenden Füßen nach einem langen Messetag keine Spur. Ich freute mich schon auf den nächsten Tag und weitere vielversprechende Termine.

Nichtsdestotrotz waren wir trotz der positiven Eindrücke am Abend ziemlich geschafft und so fanden sämtliche Partys ohne uns statt. Wir gingen gemütlich in Berlin-Spandau Burger essen und fuhren im Anschluss müde, aber zufrieden zurück zu unserer Unterkunft.

Der zweite Messetag auf der ITB Berlin 2017

Nachdem wir die Menschenmassen am Vortag gesehen hatten, entschieden wir uns auch am Donnerstag dafür, bei Zeiten zur Messe zu fahren. Meine Termine begannen diesmal bereits früher und um nicht vollkommen gestresst anzukommen, war das für uns die beste Alternative.

Auch diesmal verliefen die Gespräche durchweg positiv. Und wie am Mittwoch ereignete sich mein persönliches Highlight am Ende meines Messetages. Die ITB Berlin 2017 war für mich bis dahin ein voller Erfolg.

Die restliche Zeit nach den Terminen nutzte ich dafür, auch mal das „typische Messebesucherleben“ zu führen und diverse Dinge an den Ständen auszuprobieren. Hier mal ein Quiz, da ein Gewinnspiel. Dort leckeres Essen kosten, etwas weiter Air Hockey mit verbundenen Augen spielen. Was man halt so macht, wenn man auf einer Messe ist. Richtig klasse fand ich die Skisprung-Simulation am Stand von Pyeongchang, dem südkoreanischen Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018. Ich war mega geflasht…

ITB Berlin 2017

Viele bunte Stände auf der ITB

Der letzte Messetag auf der ITB Berlin 2017

Nachdem wir zweimal mit der Bahn angereist waren, mussten wir diesmal mit dem Auto den Weg zur Messe antreten, um im Anschluss direkt zurück nach Frankfurt aufbrechen zu können. Wir packten unsere Sachen, checkten aus unserer Unterkunft aus und machten uns auf die Suche nach einem geeigneten Parkplatz.

Das funktionierte glücklicherweise auch ziemlich gut. Ich fand die Anreise mit der Bahn bisher ziemlich angenehm und war vorher angesichts der bevorstehenden Parkplatzsuche zumindest leicht gestresst. Lief aber alles reibungslos. Die Parkgebühren hielten sich auch in Grenzen. Ich meine, in Frankfurt da schon deutlich höhere Preise gesehen zu haben.

Nur wenige Schritte später standen wir an einem Nebeneingang, der nicht annähernd so überlaufen war, wie wir es die beiden Tage zuvor beobachtet haben. Ich hatte nur noch einen Termin, der auch relativ zügig verlief. Obwohl wir viel erlebt haben und unsere erste ITB für uns ein voller Erfolg und schönes Erlebnis war, hatten wir dann trotzdem genug und machten uns auf den Heimweg.

Am Abend stand für mich in Frankfurt noch der 30. Geburtstag einer guten Freundin an und daher war es mir auch ganz recht, dass wir zeitig abreisen konnten. Doch wie es manchmal so ist, erwischte uns etwa 150 Kilometer vor dem Ziel eine Vollsperrung auf der Autobahn. Mit entspannten Heimreisen habe ich es in diesem Jahr bisher noch nicht so. Schon in Russland gönnte ich mir einen ungeplanten Aufenthalt von mehreren Stunden am Flughafen von Moskau. Aber solange es nur verlorene Zeit und Nerven sind und wir ansonsten sicher und gesund nach Hause kommen, ist doch alles gut.

Mein Fazit zur ITB Berlin 2017

Mein Fazit zur ITB Berlin 2017 fällt durchweg positiv aus. Ich hatte viele tolle Gespräche und konnte zahlreiche Eindrücke von der weltgrößten Reisemesse sammeln. Auch die Unterkunft etwas außerhalb war für den günstigen Preis absolut in Ordnung.

Dennoch würde ich den Trip im nächsten Jahr ein kleines bisschen anders gestalten. Da wir am dritten Messetag ohnehin nur noch kurz dort waren und der Anreisetag (auch wegen des Wetters) etwas trostlos war, würde ich 2018 wahrscheinlich nur noch zwei statt vier Tage in der Hauptstadt verbringen.

Vielleicht entscheiden wir uns für eine Unterkunft etwas näher am Messegelände und fahren mit dem Auto hin, da das Parken ziemlich gut geklappt hat und nicht allzu teuer war. Aber das ist alles Zukunftsmusik. Ich beschäftige mich jetzt erstmal mit den potentiell neuen Kooperationspartnern und freue mich auf die kommenden Reisen.

 


Am jeweiligen Wochenende der ITB Berlin ist die Messe auch für Privatbesucher offen. Warst du schon mal dort? Wie findest du die weltgrößte Reisemesse? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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7 KOMMENTARE
  1. Antworten

    Carolin

    21. März 2017

    Hallo Christina,
    ein toller Bericht über die ITB! Er verleiht mir eine gute Vorstellung von der Messe. Nächstes Jahr möchte ich auch unbedingt dabei sein. Mir geht es wahrscheinlich ähnlich wie Dir im letzten Jahr. Mein Blog ist erst vor vier Wochen an den Start gegangen und noch fühle ich mich „zu klein“ für die ITB 😉
    Wie hast Du denn die Gesprächs-Termine vereinbart? Hast Du ins Messeverzeichnis geschaut und dann die Anbieter kontaktiert, die dich iteressieren und zu deinem Profil passen oder hast du das ohne Verzeichnis weit im Voraus in Angriff genommen?
    Ich bin gespannt auf Deine Antwort und wünsche Dir viel Erfolg mit den neuen Kontakten. Liebe Grüße. Carolin

    • Christina
      Antworten

      Christina

      21. März 2017

      Hallo Carolin,
      freut mich, dass dir der Bericht gefällt und ich dir einen Eindruck von der ITB verschaffen konnte.
      Ich habe mir Reiseziele rausgesucht, die mich ganz besonders reizen und dann den Pressekontakt rausgesucht und angeschrieben. Angefangen habe ich damit im Janaur, glaube ich…
      Wünsche dir auch viel Erfolg mit deinem auch ganz bald nicht mehr „zu kleinen“ Blog 🙂
      Liebe Grüße
      Christina

  2. Antworten

    Conntrip Team Liane

    21. März 2017

    Vielen Dank für diesen „Einsteigerbericht“ zur ITB. Die Tipps sind sicher hilfreich, wenn man noch nie auf dieser großen Messe war.

    Auf ein Wiedersehen 2018!

    Liebe Grüße vom Conntrip Team

    • Christina
      Antworten

      Christina

      21. März 2017

      Vielen Dank 🙂

  3. Antworten

    Imke

    26. März 2017

    Liebe Christina,

    ein toller Erfahrungsbericht! Aber egal, wie die ITB gelaufen ist – ich wollte mal „Respekt“ sagen, dafür was du dann offensichtlich in einem Jahr alles mit Trip to the Planet erreicht hast – wenn du erst letztes Jahr kurz vor der ITB gestartet bist 🙂 Mein Blog ist jetzt 7 Monate alt und ich bin seeehr weit davon entfernt, was du in 12 Monaten erreicht hast. Also Chapeau! 🙂

    Liebe Grüße
    Imke

    • Christina
      Antworten

      Christina

      27. März 2017

      Oh wie lieb, vielen Dank für die netten Worte, das freut mich sehr 🙂
      Liebe Grüße
      Christina

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Christina
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