Maut in Italien für Anfänger

ItalienOn the roadRoadtrips
von on 2016-07-08

Wie du ja bestimmt schon mitbekommen hast, war ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal in Italien. 16 Tage bin ich mit meinem Auto durch das Land gereist und das war zugleich auch noch mein allererster Roadtrip. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich mit dem Thema Autobahngebühren noch nie auseinandersetzen müssen. Bis auf eine Vignette für Österreich, hatte ich bei meinen Reisezielen sozusagen immer freie Fahrt oder bin geflogen. Daher hat mir das mit der Maut in Italien schon ein kleines bisschen Angst gemacht. Nicht nur der ganze Prozess an sich, sondern auch die vielen Kosten, die aufgrund meiner Reiseroute auf mich zukommen würden, haben mir ein paar Bauchschmerzen bereitet.

Besonders furchteinflößend waren die hohen Strafen, von denen auf diversen Internetseiten gesprochen wurde, wenn man sich auf der falschen Spur einordnet. In dem Artikel über meine Gedanken vor der Reise, kannst du nochmal nachlesen, was mich alles bewegt hat. Und hier erfährst, wie viel mich der ganze Spaß letztendlich gekostet hat.

Bist du, wie ich, vielleicht auch ein Anfänger, was die Maut in Italien betrifft? Dann mach‘ dir nicht die gleichen Sorgen. So schlimm ist das alles nicht und deshalb erkläre ich dir nun, wie du problemlos durch die Zahlstationen kommst.

Maut in Italien – Ticket ziehen

Sobald du in Italien auf die Autobahn fährst, kommt in der Regel nach kurzer Zeit eine Mautstation. Mein Navi hat mir das immer angesagt. Aber auch entsprechende Schilder weisen meistens darauf hin. Manche Autobahnabschnitte sind gebührenfrei. Auf meiner Strecke wurde ich aber größtenteils zur Kasse gebeten.

Der erste Schritt ist ganz leicht. Hier geht es erstmal nur darum, ein Mautticket zu ziehen. Dafür musst du lediglich vorne vor der Ampel oder der Schranke das Ticket entnehmen, das oftmals schon aus dem Schlitz schaut. Ansonsten gibt es einen nicht zu übersehenden roten Knopf, den du drücken musst. Dann wird dein Ticket gedruckt. Sobald du es herausgenommen hast, geht die Schranke auf oder die Ampel schaltet auf grün. Jetzt musst du es nur noch bis zum Ende deiner Fahrt auf dem gebührenpflichtigen Autobahnabschnitt gut aufbewahren.

Maut in Italien – Gebühren bezahlen

Erst wenn du die Autobahn wieder verlassen möchtest, wirst du zur Kasse gebeten. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, die du anhand der Farbe der Schilder, die über den Fahrspuren hängen, erkennen kannst.

Ordne dich richtig ein!

  • Weiße Spur = Barzahlung
  • Blaue Spur = Kreditkarte
  • Gelbe Spur = Telepass (hier bist du wahrscheinlich falsch)

Achte darauf, dass du dich nicht falsch einordnest. Das heißt, meide die Fahrspuren mit den gelben Schildern. Diese sind den Telepass-Inhabern vorbehalten, den du wahrscheinlich nicht haben wirst. Daher gilt: Weiß und blau sind deine Farben!

Ich habe fast immer mit Kreditkarte bezahlt. Stecke dazu einfach dein Mautticket wie vorgegeben in den dafür vorgesehenen Schlitz. Auf einem kleinen Bildschirm erscheint der Preis, den du zahlen musst. Stecke im Anschluss deine Kreditkarte in den gleichen Schlitz, in den du auch dein Mautticket eingeführt hast. Obwohl dieser ganze Automat vielleicht ein bisschen furchteinflößend und verwirrend wirkt, da es den Anschein hat, als könnte man damit noch ganz viele andere Sachen machen, ist es wirklich nicht kompliziert. Ein Schlitz für beides. Kurz warten und dann bekommst du auch schon deine Kreditkarte wieder, die Ampel schaltet auf grün oder die Schranke geht hoch und du wirst von einer Computerstimme mit „Arrivederci“ verabschiedet.

Nur einmal habe ich bar bezahlt. In diesem Fall saß ein echter Mensch hinter der Fensterscheibe, der mein Mautticket und den entsprechenden Betrag entgegengenommen hat. Also alles gar nicht schwer.

Wie hoch meine Mautkosten waren, erfährst du hier.

Maut in Italien – Kleine Anekdote zum Schluss

Als ich an meinem zweiten Tag vom Lago Maggiore zu den Cinque Terre gefahren bin, musste ich zum ersten Mal Maut in Italien bezahlen. Zumindest theoretisch. Das Ticket konnte ich ganz normal ziehen. Und wie ich eben so bin, wurde ich direkt ein wenig nervös, als mir Frau Navi schließlich gesagt hatte, dass nun gleich eine Mautstation auf mich zukommt. Ich war das einzige Auto dort.

Und wie sollte es auch anders sein. Gleich beim ersten Versuch haben sich meine Gedanken von vor der Reise bestätigt. Ich konnte nicht bezahlen. Keine Schranke, keine Ampel. Nur ein Automat, in den ich mein Ticket nicht reinstecken konnte. Bin ich blöd? So schwer kann das doch nicht sein. Niemand da, der einem sagen kann, wie das funktioniert. Oh Gott, ich bin schon wieder peinlich. Überall Kameras. Ich kann doch nicht einfach wegfahren, oder? Spur wechseln darf ich ja auch nicht. Mist.

Nach Minuten des Überlegens entschloss ich mich dann doch dafür, die Fahrt nach vorne zu wagen und stellte mein Auto ein paar Meter weiter erstmal ab. Mal beobachten, was die anderen so machen. Und tatsächlich. Es lag gar nicht an mir. Die Mautstation „funktionierte“ wirklich nicht. Ein Auto, das die gleichen Probleme hatte, hielt neben mir an. Sie wussten auch nicht, was ist. Großes Interesse daran, mir kurz zu erklären, was ich nun machen soll, hatten diese Italiener allerdings nicht und fuhren direkt wieder weg.

Ein zweites Auto mit einer älteren Frau kam zu mir. Diese sprach sogar ein paar Brocken Englisch und nahm mich mit zur Polizeistation, die sich in unmittelbarer Nähe befand. Nach langem Hin und Her stellte sich heraus, dass an diesem Tag – es war Sonntag – gestreikt wurde. Aus den Verständigungsversuchen quer durch die Sprachen interpretierte ich letztendlich, dass ich weiterfahren konnte, aber das Ticket sicherheitshalber aufheben sollte. Kurios. Bisher habe ich diese Mautgebühren gespart und bin gespannt, ob ich demnächst noch Post aus Italien bekomme. Ich halte dich auf dem Laufenden.

Ist dir sowas auch schon passiert? Hast du auch eine lustige „Mautgeschichte“? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Noch mehr über meine Reise durch Italien

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2 KOMMENTARE
  1. Antworten

    Elsa

    8. Juli 2016

    Ist ja kurios, also ich kann nicht sagen, dass uns das schonmal passiert ist. Wir hatten nur mal richtig Glück mit der Tante auf der Autobahn A17 Richtung Prag, wo wir uns das Ticket holten…also eine unfreundlichere Person habe ich selten erlebt^^
    Aber egal, es ging in den Urlaub, da lass ich mir die Laune nciht vermiesen 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Elsa
    Spirellis Allerlei

    • Christina
      Antworten

      Christina

      8. Juli 2016

      Ich fand es halt so typisch, dass es ausgerechnet schon an der ersten Mautstation passiert, als ich noch keine Ahnung hatte, wie das überhaupt funktioniert 😀
      Richtig so, Urlaub ist zu kurz für schlechte Laune 🙂
      Liebe Grüße
      Christina

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Christina
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