Orvieto in Italien: Viel mehr als nur ein kleiner Zwischenstopp

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von on 2018-02-06

Das kleine Städtchen Orvieto in Umbrien war in der ursprünglichen Reiseroute für meinen Roadtrip durch Italien eigentlich gar nicht vorgesehen. Und ich will ehrlich sein: Ich hatte auch noch nie davon gehört. Nach meinem Aufenthalt am Bolsenasee sollte es für mich am nächsten Tag weiter in die italienische Hauptstadt gehen. Da ich mein Zimmer in Rom allerdings erst am Nachmittag beziehen konnte, habe ich noch schnell einen kleinen Zwischenstopp rausgesucht.

In meinem Reiseführer bin ich schließlich auf die Tour „Orvieto Underground“ gestoßen, die mein Interesse sofort geweckt hatte. Die Führung passte zeitlich perfekt in meinen Plan und eignete sich damit super als zusätzlicher Programmpunkt meines Roadtrips durch Italien. Ansonsten wusste ich nicht viel über die Stadt. Das war mir allerdings auch nicht sonderlich wichtig, da Rom bereits auf mich wartete und meine Vorfreude, insbesondere auf das Kolosseum, ohnehin nicht zu toppen war. Doch im Nachhinein bin ich fast ein bisschen traurig, dass ich für Orvieto nicht mehr Zeit hatte, da es so viel mehr als nur ein Zwischenstopp ist bzw. sein sollte. Warum, das verrate ich dir in diesem Artikel.

Orvieto, die große Unbekannte

Wie gesagt, ich wusste nicht, was mich in Orvieto neben meiner Tour durch den Untergrund noch erwartet und es interessierte mich auch nicht wirklich. Die Führung reichte mir und ich wollte die Zeit vor meiner Weiterfahrt nach Rom einfach irgendwie sinnvoll nutzen.

Ich gab die Adresse in mein Navi ein und machte mich auf den Weg. Wie ich es vermutete, war in der kleinen Stadt mit ihren engen Gassen für mich und mein Auto kein gescheites Durchkommen. Von Parkplätzen will ich gar nicht erst anfangen. Wer schon in Italien war, wird wissen, wovon ich spreche und wer zum ersten Mal hinreist, wird sich an meine Worte erinnern.

Also ab ins Parkhaus und eben die paar Meter laufen. Eine gute Entscheidung, jedenfalls für den Hinweg. Zu Fuß konnte ich mir einen ersten Eindruck der Altstadt machen und war richtig positiv überrascht. Ich mag solche verwinkelten Gassen total und könnte stundenlang dort spazieren gehen, wenn ich denn die Zeit dafür habe.

Orvieto

In den Gassen von Orvieto

An diesem Tag war das Programm jedoch zu straff, um mir eine ausgiebige Erkundungstour durch eine Stadt zu gönnen, der ich es gar nicht so wirklich zugetraut hätte, dass sie mich mit mehr als der Untergrund-Tour begeistert. Also versuchte ich auf schnellstem Weg den Veranstalter zu finden und mir ein Ticket zu kaufen. Ich wusste, dass ich irgendwo zum Dom muss.

Der gigantische Dom von Orvieto

Und dann erstrahlte er vor mir in seiner ganzen Pracht, der Dom von Orvieto. Ich hatte ja keine Ahnung, welches gigantische Meisterwerk sich mir hier präsentieren würde. Ganz unverhofft habe ich einen der „1000 Places To See Before You Die“ aus dem berühmten Buch von Patricia Schultz entdeckt, was ich zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wusste. Diese Seite ist mir bei meiner Reiseplanung anscheinend völlig entgangen.

Orvieto

Der Dom von Orvieto

Gerne hätte ich den Dom auch von innen besichtigt, da dies aber wie so oft nur gegen Bezahlung möglich ist, habe ich mir das aus Zeitgründen leider sparen müssen. Ansonsten hätte ich natürlich noch schnell einen Blick nach innen geworfen. Doch das hätte bedeutet, kostbare Zeit für meinen Besuch in Rom zu opfern, aber da stand das Kolosseum ein gutes Stück weiter oben in der Prioritätenliste.

Orvieto Underground: Führung unter der Stadt

Die Führung durch den „Orvieto Underground“ beginnt vor dem kleinen Büro des Veranstalters gegenüber des Doms. Hier kannst du dir für 6 Euro auch ein Ticket kaufen. Die Startzeiten scheinen im Laufe der Saison zu variieren. Zudem werden verschiedene Sprachen angeboten. Wann deine Tour beginnt, kannst du hier nachlesen.

Orvieto

Eingang zum „Orvieto Underground“

Ich habe an der ersten englischsprachigen Führung des Tages teilgenommen. Obwohl ich schon einige Brocken mitbekommen habe, finde ich Italiener, die Englisch sprechen, unglaublich schwer zu verstehen. Das ging mir schon in Pisa so. Viel mehr interessiere ich mich aber ohnehin für die Umgebung und dafür, diese mit eigenen Augen sehen zu können. Alles andere kann ich zur Not auch im Nachhinein nochmal nachschlagen.

Im Untergrund war es im Vergleich zu den Außentemperaturen recht kühl, was mich allerdings nicht weiter gestört hat. Nach einem kurzen Spaziergang haben meine Gruppe und ich zusammen mit unserem Tourguide den Eingang zu den unterirdischen Kellern der Stadt erreicht. Natürlich sind nicht alle Gänge für die Öffentlichkeit zugänglich. Für die, die man sich ansehen kann, müssen einige steile Treppenstufen überwunden werden. Etwa 45 Minuten wird man dann durch die Geschichte der Stadt geführt und erhält immer wieder tolle Einblicke in das frühere Leben.

Orvieto

Unter der Stadt Orvieto

Orvieto

Während der Führung „Orvieto Underground“

Orvieto: So viel mehr als nur ein Zwischenstopp

Leider habe ich mich vor meiner Reise zu wenig mit diesem tollen Ort beschäftigt. Während ich meine Zeit dort mehr oder weniger auf die Minute geplant habe, damit ich rechtzeitig nach Rom komme, lädt Orvieto eigentlich total zum Entschleunigen ein. Die kleinen Gassen, die im Gegensatz zu vielen anderen Orten nicht komplett mit Touristen überfüllt waren, hätte man durchaus über mehrere Stunden gemütlich erkunden können – wäre mir auf meinem Weg zum Auto auch fast passiert, denn ich habe mich ganz schön verlaufen.

Auch die umliegende Landschaft ist ein absoluter Traum. Wenn du also mal nach Italien kommst, behalte Orvieto definitiv im Hinterkopf, es wird dich sicher nicht enttäuschen.

Orvieto

Die Dächer von Orvieto

Orvieto

Die Landschaft rund um Orvieto

Orvieto

Sonniger Tag in Orvieto

 


Warst du schon in Orvieto? Wie hat es dir dort gefallen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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Hinweis: Diesen Bericht habe ich am 11. August 2016 ursprünglich als Gastartikel auf einem anderen Reiseblog veröffentlicht. Leider ist dieser Blog nun nicht mehr online, so dass ich mich dazu entschieden habe, den Artikel über Orvieto nun auf TRIP TO THE PLANET zu veröffentlichen.

Offenlegung: Dieser Artikel enthält *Affiliate-Links.

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Christina
Frankfurt, Germany

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