Sommer in Sotschi: 6 Gründe für Urlaub am Schwarzen Meer

KurztripsReisezeitRussland
von on 2017-08-17

Sommer in Sotschi. Das bedeutet subtropisches Klima mit warmen Temperaturen. Die Stadt ist die einzige in ganz Russland und zugleich die nördlichste auf der Erde mit diesen Wetterbedingungen. Dafür sorgt die Kombination aus den Bergen des nahegelegen Kaukasus und dem Schwarzen Meer. Sonnige Sommer und regenreiche Winter sind charakteristisch für das Klima des Kurorts. Nur selten fallen die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Besonders im Sommer ist das Meer sehr warm und kann manchmal sogar die 30-Grad-Marke knacken. Damit zählt Sotschi selbstverständlich zu den beliebtesten Urlaubsorten Russlands.

Nachdem ich bereits im Winter dieses besondere Reiseziel kennenlernen durfte, habe ich mich natürlich riesig gefreut, als die Einladung zu einem Sommer in Sotschi in mein E-Mail-Postfach flatterte. Nach Tatarstan im vergangenen Jahr hieß es für mich nun bereits zum dritten Mal: Auf nach Russland, ins größte Land unserer Erde! Mal wieder ein Visum beantragen und mein Russisch für die Reise ein bisschen auffrischen.

Erneut traf ich meine Reisegruppe in Berlin. Vom Flughafen Tegel ging es für uns mit UT Air zunächst für einen Zwischenstopp nach Moskau. Die Fluggesellschaft bietet täglich Flüge in die russische Hauptstadt an. Während einer Führung lernten wir den Flughafen Vnukovo etwas besser kennen, bevor wir die restliche Zeit bis zu unserem Weiterflug nach Sotschi in der Businesslounge verbringen durften.

Sommer in Sotschi

Mitten in der Nacht am Flughafen von Sotschi

Es war schon weit nach Mitternacht, als wir am Fuße des Kaukasus landeten. Nicht nur die Zeitverschiebung von einer Stunde (zwei Stunden im Winter) trug dazu bei, dass uns eine recht kurze Nacht bevorstand, bevor wir in unseren Sommer in Sotschi starteten. Gegen 4 Uhr am Morgen erreichten wir unser Hotel im etwa 45 Minuten von Sotschi entfernten Bergkurort Rosa Khutor. Das mit vier Sternen ausgezeichnete Park Inn by Radisson war bereits während der letzten Reise unsere Unterkunft. Und nachdem ich dir ja schon erzählt habe, was du im Winter in Rosa Khutor, Sotschi und Umgebung unternehmen kannst, verrate ich dir nun meine 6 Gründe, warum sich auch im Sommer ein Urlaub an der russischen Schwarzmeerküste lohnt.

Die Entdeckungslust in Sotschi stillen

Wo lässt sich die Entdeckungslust besser stillen als in einer unbekannten Stadt? Und Sotschi bietet mit einer Länge von rund 150 Kilometern dazu ausreichend Platz. Zwischen Olympischen Spielen 2014 und Fußball-Weltmeisterschaft 2018 steht die Stadt natürlich ganz im Zeichen des Sports. Doch auch abseits der internationalen Großveranstaltungen hat Sotschi jede Menge zu bieten. Wir starteten unsere Erkundungstour am Rivierapark direkt am Schwarzen Meer. 240 verschiedene Pflanzenarten gibt es hier zu sehen. Im Zentrum der Stadt gelegen ist er der perfekte Ausgangspunkt, die Stadt kennenzulernen. Für Abkühlung sorgt nicht nur das Wasser im Schwarzen Meer, sondern auch die Mineralquellen der Stadt.

Sommer in Sotschi

Hier gibt es über 240 Pflanzenarten

An der Promenade gibt es einen großen Vergnügungspark mit diversen Rutschen und Sprungtürmen. Im Sommer in Sotschi ein riesiger Spaß für Wasserratten. Wer sich dafür ein paar akrobatische Künste abschauen möchte, sollte dem stadteigenen Zirkus einen Besuch abstatten. Wir hatten sogar das Glück, dass gerade der Cirque du Soleil mit seinem Programm „Totem“ in der Stadt war.

Sommer in Sotschi

Wasserspaß in Sotschi

Sommer in Sotschi

Cirque du Soleil in Sotschi

Wen es etwas tiefer in die Natur zieht, findet mit der Agura-Schlucht ein ideales Ziel für ausgiebige Wanderungen. Im dichten Wald findet man zahlreiche Wasserfälle. Allerdings ist es möglich, dass das Wasser nicht immer die Felsen hinabfließt. Als wir uns unseren Weg zum ersten Wasserfall gebahnt hatten, war gerade „Ebbe“.

Sommer in Sotschi

Hier fließt eigentlich das Wasser

Sommer in Sotschi

Ebbe beim Wasserfall

Wer hoch hinaus möchte und eine tolle Aussicht auf Sotschi, das Meer und die Berge haben möchte, der kann die Steintreppen auf den Observation Tower im Sotschi-Nationalpark hinaufsteigen. Von hier hat man einen tollen Blick auf das Riesenrad und auch die beeindruckende Länge der Stadt wird dort oben erst so richtig deutlich.

Sommer in Sotschi

Observation Tower

Sommer in Sotschi

Blick aufs Riesenrad

Den Adrenalinkick im Skypark erleben

Eines DER Aushängeschilder von Sotschi ist der Skypark mit seiner 439 Meter langen und 207 Meter hohen Fußgängerhängeseilbrücke. Als wir im Winter dort waren, durfte sie sich noch längste Fußgängerhängeseilbrücke der Welt nennen. Mittlerweile wurde sie zwar von den Schweizern um ein paar Meter übertroffen, was die Skybridge jedoch nicht weniger beeindruckend macht.

Sommer in Sotschi

Skybridge

Wie beim letzten Mal hatte ich die Möglichkeit, meinen Bungee Jump „zu erledigen“. Der Sprung steht zwar weiterhin auf meiner Bucket List, aber mit jedem Mal, dass ich sowas live sehe, schwindet mein Mut, selbst einmal zu springen, ein kleines Stückchen mehr. Das ist schon brutal, wie die Leute da nach unten in die Tiefe stürzen. Auch die anderen Aktivitäten, die allesamt mit springen, fallen, stürzen und einer gehörigen Portion Nervenkitzel zu tun haben, ließ ich aus. Es reichte mir, auf der gewaltigen Brücke in die weite Ferne zu blicken und den Moment zu genießen. Wann steht man schon mal auf solch einem genialen Bauwerk? Warum also runterspringen…

Sommer in Sotschi

Aussicht bis ans Meer

Ein Spaziergang bis auf die andere Seite ist anstrengend und Adrenalinkick genug. Zumindest für mich im Moment. Zwar fühlt man sich auf der Brücke sicher, der Nervenkitzel ist allerdings spürbar, wenn der Wind dort oben über der tiefen Schlucht durch die Haare weht und das ganze Ding – zwar minimal, aber immerhin – zu schaukeln beginnt. In jedem Fall ein Erlebnis und die Aussicht von oben bis hinunter zum Schwarzen Meer und auf der anderen Seite in die Berge des Kaukasus ist unbezahlbar.

Den olympischen Geist im Olympiapark spüren

Eines der absoluten Topziele in Sotschi ist natürlich der Olympiapark. Obwohl ich ihn bereits im Winter gesehen hatte, war ich auch diesmal wieder mächtig beeindruckt davon, durch die Wettkampfstätten der Spitzenathleten zu schlendern. Die riesigen, modernen Arenen, die Olympischen Ringe, das Feuer (ok, die Flamme brennt mittlerweile natürlich nicht mehr), die gigantische Siegertafel, das Olympiastadion, das für die Fußball-WM umgebaut wird. Das hat schon was. Die Anlage ist riesig und wer nicht alles zu Fuß laufen möchte, kann sich entweder mit dem Golfcard transportieren lassen oder sich ein Rad ausleihen.

Sommer in Sotschi

Olympisches „Feuer“ und Olympiastadion

Sommer in Sotschi

An der Siegertafel

Sommer in Sotschi

Zu Ehren der Olympiasieger

Bei unserem letzten Besuch konnten wir leider keinen Blick auf die Formel-1-Strecke von Sotschi werfen. Ich wusste zwar, dass der Kurs, auf dem Sebastian Vettel und Co. alljährlich ihre Runden drehen und um kostbare WM-Punkte fighten, hier irgendwo sein müsste, so richtig vorstellen konnte ich mir das allerdings nicht. Zum Glück wurde mein Wunsch diesmal erfüllt und ich konnte zumindest einen Teil der Rennstrecke sehen. Wenn du möchtest, kannst du hier sogar ein paar Runden drehen. Zwar nicht in einem Formel-1-Wagen, aber immerhin.

Sommer in Sotschi

Blick auf die Formel-1-Strecke von Sotschi

Den Sportsgeist im Kaukasus wecken

Wen der olympische Geist gepackt hat und nun selbst aktiv werden möchte, der kann in den Bergen des Kaukasus zahlreichen Aktivitäten nachgehen. Die Gipfel um Rosa Khutor unweit von Sotschi, auf denen die Ski- und Snowboardfahrer im Winter die Pisten runterbrettern, sind im Sommer ein wahres Wanderparadies. Aber auch Mountainbiker kommen hier auf ihre Kosten.

Sommer in Sotschi

In den Bergen von Rosa Khutor

Sommer in Sotschi

Wie wäre es mit einer Wanderung bis nach Moskau?

Mit dem Zug ist man von Sotschi aus in einer guten dreiviertel Stunde 560 Meter über dem Meer in dem Bergkurort, der extra für die 22. Olympischen Winterspiele erbaut wurde. Mehrere Seilbahnen führen auf das Rosa Plateau in 1.170 Metern Höhe, wo sich 2014 das olympische Bergdorf befand. In nur 25 Minuten (je nachdem, wie viel Verkehr beim Umsteigen ist) erreicht man den 2.320 Meter hohen Gipfel mit traumhafter Aussicht.

Sommer in Sotschi

Mit der Seilbahn über Rosa Khutor

Die Seele am Schwarzen Meer baumeln lassen

Du bist nun müde von deiner Erkundungstour, den sportlichen Aktivitäten und dem vielen Adrenalin? Dann wird es Zeit, ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Zu einem Sommer in Sotschi gehört natürlich auch das Baden im Schwarzen Meer.

Im Winter konnte ich leider nur einen kurzen Blick auf das Wasser erhaschen. Und bei strömendem Regen, der uns zudem dazu veranlasste, unseren Rundgang durch Sotschi vorzeitig abzubrechen, war das Meer natürlich nicht gerade einladend. Alles anders im Sommer in Sotschi. Das subtropische Wetter wird dich früher oder später an den Strand führen.

Sommer in Sotschi

An einem der Strände von Sotschi

Die Promenade lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. An den Stränden findest du Liegestühle, um dir ganz entspannt ein gutes Buch zu schnappen und dem Meeresrauschen zu lauschen. Und wenn es dir irgendwann zu warm wird, dann kannst du einfach ins erfrischende Wasser hüpfen. Natürlich immer mit einzigartiger Aussicht auf die Berge des Kaukasus.

Die kaukasische Küche genießen

Natürlich darf auch ein leckeres Essen aus der kaukasischen Küche während deines Sommers in Sotschi nicht fehlen. Von den Gerichten in Russland war ich schon während meiner Tatarstan-Reise sehr begeistert. Und auch die Mahlzeiten am Schwarzen Meer haben mich absolut überzeugt.

Die kaukasische Küche setzt sich aus georgischen, abchasischen und nordkaukasischen Gerichten zusammen. Auch die russische sowie die ukrainische Küche ist in Sotschi vertreten. Aufgrund der Nähe zur Küste gibt es neben deftigen Fleischgerichten natürlich sehr viel Fisch. DAS Gericht der kaukasischen Küche ist jedoch unumstritten der Schaschlik, dessen Geheimnis nicht etwa nur das Fleisch ist, das aus Rind, Schwein, Hammel, Huhn oder Stör sein kann, sondern auch die Marinade. Ein guter Schaschlik gehört zu einem Trip nach Sotschi in jedem Fall dazu. Und auch Vegetarier kommen nicht zu kurz. Für sie gibt es eine Variante aus gebratenem Gemüse. Als Vorspeise ist auch im Kaukasus die Borschtsch sehr beliebt. Die Suppe aus Roter Bete hatte ich mittlerweile schon so einige Male auf dem Teller.

Sommer in Sotschi

Typische Vorspeise in Russland

Sommer in Sotschi

Eines der leckeren Hauptgerichte

Sommer in Sotschi

Überragender russischer Nachtisch

In Sotschi ebenfalls an nahezu jeder Ecke zu finden sind die kleinen Kübelwagen, aus denen Kwas verkauft wird. Das Nationalgetränk der Russen seit über 1.000 Jahren. Bei dieser langen Tradition gibt es natürlich eine Vielzahl an Rezepten. Das Original wird allerdings aus Brot hergestellt und ist ein hervorragender Durstlöscher – besonders im Sommer in Sotschi. Wem das etwas eigenwillig schmeckende Getränk nicht ganz so zusagt, kann natürlich auch direkt zu einem kühlen, klaren Wodka greifen. In diesem Sinne: Nastrovje!

Sommer in Sotschi

Einer der zahlreichen Kwas-Stände

 


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Offenlegung: Ich wurde von Rosa Khutor zu dieser Reise eingeladen. Meine Meinung ist dennoch wie immer meine eigene und bleibt von der Einladung unberührt.

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Christina
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