Roadtrip Italien – Gedanken vor einer Reise

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von am 31.05.2016

Roadtrip Italien 2016 – obwohl lange nicht feststand, wohin es in diesem Sommer für mich gehen wird, wann ich losfahre und wie viele Tage ich weg sein werde, kann ich dir nun endlich von meinen Plänen berichten. Schon seit einiger Zeit stand bei mir der Wunsch im Raum, einfach alles in mein Auto zu schmeißen und Europas Straßen unsicher zu machen. Ursprünglich waren sogar die osteuropäischen Länder mit Stopps unter anderem in Prag, Budapest und der kroatischen Küste mein Wunschziel für dieses Jahr. Aus verschiedenen Gründen kann ich dieses Vorhaben nun leider doch nicht realisieren.

Obwohl ich darüber zunächst natürlich sehr traurig war, denn die Reise war bereits fast bis ins kleinste Detail geplant, freue ich mich nun wie ein kleines Kind auf meinen Trip durch Italien. Denn als kleines Kind war ich auch zum ersten und letzten Mal dort. Mit 4 Jahren ein paar Tage am Lago Maggiore. Ich weiß noch, dass mich meine Mama immer in so einer kleinen, blauen Wanne gebadet hat und dass ich einmal auf dem Campingplatz weggelaufen bin. Viel mehr ist allerdings nicht mehr übrig geblieben.

Umso mehr freue ich mich darauf, dass der Lago Maggiore nun die erste Station meiner knapp zweiwöchigen Rundreise sein wird und ich den See nach so vielen Jahren wiedersehe und richtig in Erinnerung behalten kann. In der Nacht auf Samstag geht es endlich los. Und ich sehne mich schon seit Tagen nach den vielen tollen Reisemomenten, die ich hoffentlich erleben werde. Und wer weiß, vielleicht wird der Roadtrip meine nächste Traumreise

Obwohl ich bei meiner ersten Reise alleine im vergangenen Jahr gelernt habe, dass mir das total Spaß macht und dass ich eigentlich überhaupt keine Angst haben muss, schleichen sich bei mir doch ein paar Gedanken ein, die mich zumindest ein bisschen zum Nachdenken bringen. Denn 2 Wochen Italien mit dem Auto sind dann doch wieder etwas anderes als eine organisierte Woche mit fester Unterkunft in Edinburgh. Und über was genau ich mir im Moment noch den Kopf zerbreche, möchte ich dir nun erzählen, um mir das mulmige Gefühl ein wenig von der Seele zu schreiben.

Roadtrip Italien – Zeitgedanken

16 Tage, 4.000 Kilometer, 45 Stunden reine Fahrzeit, 13 Orte

Ich bin nicht so der Typ dafür, die ganze Reise nur an einem Ort zu verbringen. Ich will viele Dinge unternehmen und möglichst viel von einem Land sehen. Dementsprechend vollgepackt ist meine Reiseroute. Aus Mangel an Erfahrung bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, ob sich meine Pläne so auch in die Realität umsetzen lassen, wie sie jetzt auf dem Papier stehen. Die Zeit wird es zeigen. Ich bin da auch eigentlich guter Dinge, aber man weiß ja nie, was passiert. Und da komme ich auch schon zum zweiten Gedankenpunkt.

Roadtrip Italien – Stressgedanken

Was auf dem Papier so gut durchdacht aussieht, kann in der Realität auch ziemlich viel Stress auslösen. Wenn die Zeit plötzlich doch zu knapp wird und der Plan gegebenenfalls ab irgendeinem Punkt nicht mehr machbar ist.

Lange ausschlafen ist ohnehin nicht drin. Aber das stört mich nicht. Tage ohne „Programm“ wird es auch nicht geben. Erholungsurlaub sieht anders aus. Aber das war auch gar nicht mein Ziel. Also irgendwie schon, aber eben nicht auf die typische Art.

Aber was, wenn ich mal übermäßig lange im Stau stehe? Was, wenn ich eine Panne habe? Was, wenn mir alles zu viel wird? Solche Dinge kann man leider nicht planen.

Meine Route lässt nicht viel Spielraum zu. Die Unterkünfte sind gebucht. Die Tage verplant. Natürlich renne ich nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Die Reise ist mehr auf Naturerlebnisse ausgelegt, die ich alle jedoch nicht missen möchte. So verweile ich beispielsweise 5 Tage in Neapel. Möchte mir in dieser Zeit sowohl Capri als auch Ischia ansehen, aber auch den Vesuv bestaunen und durch Pompeii schlendern.

Der Knackpunkt sind die Fahrten zwischen den Orten. Da habe ich zwar großzügig kalkuliert, aber man weiß ja nie. Wenn alles funktioniert, wird es zwar „stressig“, aber auf eine positive Art. Stress, den ich in Kauf nehme, um meine Ziele zu erreichen. Ich nenne es einfach Abenteuer. Richtiger Stress wird es erst, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert. Und weil ich das nicht planen kann, macht mir das Angst. Womöglich deshalb, weil das mein erster Roadtrip sein wird.

Roadtrip Italien – Sicherheitsgedanken

Dieser Punkt ist zwar nicht allzu ausgeprägt, weil ich spätestens in Schottland gelernt habe, dass ich einigermaßen auf mich aufpassen kann. Ich weiß, dass ich mich nachts nicht in dunklen Gassen rumtreiben soll und auf meine Tasche achten muss. Dennoch sind da Gedanken, die immer wiederkehren und sich irgendwie nicht abstellen lassen. Ich werte das mal als grundsätzliche Nervosität, dass einfach immer etwas schiefgehen kann, egal wo und mit wem ich unterwegs bin.

Roadtrip Italien – Geldgedanken

Wie ich eben gesagt habe, sind bereits alle Unterkünfte gebucht. Ich bin da so. Ich kann mich (noch) nicht einfach treiben lassen und drauf losfahren und dann erst am Zielort gucken, wo ich übernachte. Gerade, weil ich mit dem eigenen Auto da bin, brauche ich da Sicherheit bezüglich eines Parkplatzes. Aber dazu gleich mehr.

Neben den Unterkünften werden auch Sprit- und Mautkosten nochmal einen gewaltigen Batzen Geld kosten. Dementsprechend ist schon einiges an Budget verbraucht. Daher möchte ich so minimalistisch wie möglich an die Verpflegung herangehen. Doch da ich mich nach 27 Jahren ziemlich gut kenne und um meine Sucht nach italienischem Essen weiß, bin ich mir sicher, dass auch bei diesem Punkt noch eine Menge zusammenkommen wird.

Und dann müssen auch noch teilweise Busse, Bahnen und Fähren sowie Eintrittsgelder bezahlt werden. Ich habe das mal grob überschlagen und bin mit den Kosten noch einigermaßen einverstanden. Aber ich bin auch nicht so naiv um zu glauben, dass da in 16 Tagen nicht noch einiges an Ausgaben hinzukommt, die ich jetzt noch nicht vorhersehen kann.

Und wenn du hier schon länger mitliest, weißt du, dass ich auch an Souvenirläden nur schwer vorbeigehen kann. Ich muss also versuchen, mich ein bisschen zu zügeln, was Essen und Mitbringsel angeht. Dennoch möchte ich auch genießen und nicht jeden Cent umdrehen. Daher weiß ich, dass da ein ordentlicher Betrag zusammenkommen wird. Obwohl mir das fast egal ist, bin ich doch gespannt, wie teuer das alles wird.

Roadtrip Italien – Unterkunftsgedanken

Die Suche nach Unterkünften war recht aufreibend. Am Anfang hat es noch Spaß gemacht. Urlaubsplanung ist ja schließlich immer toll. Aber da ich nicht der Typ für gemischte Mehrbettzimmer in den günstigen Hostels bin, sondern einen gewissen Standard brauche, um mich wohlzufühlen, war die Auswahl nicht so einfach.

Und was sich in den Bewertungen so toll liest und auf den Bildern so schön aussieht, muss ja auch nicht immer der Realität entsprechen. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

Besonders wichtig war mir die Möglichkeit, mein Auto auf einem sicheren Parkplatz abstellen zu können, was die Suche nach geeigneten Unterkünften nochmal um ein Vielfaches erschwert hat. Obwohl ich mit meiner Auswahl nun zufrieden bin, beschleicht mich doch ständig das Gefühl, dass die Angabe „privater Parkplatz“ vielleicht doch nicht immer das hält, was sie verspricht. Vielleicht bin ich auch zu misstrauisch. Ich weiß es nicht. Ich hoffe, ich kann unterwegs dann auch wirklich abschalten und bin in Gedanken nicht ständig bei der Karre.

Roadtrip Italien – Strandgedanken

Die Zeit am Strand verursachte bei mir auch lange große Bauchschmerzen. Einerseits, weil ich nun zum ersten Mal alleine am Meer sein werde, als absoluter Wasserfan auf die Zeit in den Wellen nicht verzichten möchte und meine Wertsachen dementsprechend immer für einige Zeit unbewacht lassen muss. Auf der anderen Seite, weil ich auch zum ersten Mal in meinem Leben eine Kamera besitze, die ich wirklich gern habe und vor allem wegen der Bilder, die ich auch am Strand machen möchte und natürlich der Bilder, die ich bereits geschossen habe.

Ich hatte deshalb andere Reiseblogger nach ihren Sicherheitstipps für Wertsachen am Strand befragt und da sind ein paar wirklich tolle Ideen zusammengekommen. Ich habe für mich eine Lösung gefunden und werde dir nach der Reise natürlich ausführlich von meinen Erfahrungen berichten.

roadtrip italien

Roadtrip Italien – Mautgedanken

Roadtrip Italien und die Maut. Dass das ein kostspieliges Unterfangen wird, ist mir klar. Auf den Punkt ausgerechnet, was alles auf mich zukommt, habe ich aber nicht. Obwohl ich sonst immer so viel plane, lasse ich mich hierbei einfach mal überraschen. Dennoch habe ich davor etwas Angst. Ich weiß zwar grob, wie viele Autobahnabschnitte ich fahre, aber eben nicht, wie viel das alles kosten wird. Bezahlen muss ich es ja sowieso.

Roadtrip Italien – Autogedanken

Mein Auto ist relativ neu, von daher eigentlich in Ordnung. Da dürfte eigentlich nichts passieren. Aber was, wenn doch? Oder wenn ich einen Unfall habe? Wenn es gar geklaut wird? Vielleicht mache ich mir hier viel zu viel Stress, weil ich eine Reise dieser Art vorher noch nie gemacht habe.

Dennoch lassen sich diese Gedanken nicht abstellen. Die werden mich vielleicht sogar die ganzen 16 Tage begleiten. Was an einem Tag gut läuft, muss morgen nicht genauso sein. Alles Fragen, die ich jetzt nicht beantworten kann. Ich werde es sehen. Ich kann nur hoffen, dass alles klappt, wie ich es mir vorstelle.

So, nun aber genug der negativen Energie. Aber du siehst, neben der riesigen Vorfreude, die 4 Tage vor Abreise ins Unermessliche steigt, mache ich mir auch ein paar Gedanken. Als Roadtrip-Newbie sicherlich normal. Ich hoffe, dass sich während der Reise die meisten dieser „Ängste“ erübrigen und zu positiven Erfahrungen werden.

Ich bin gespannt, welche Antworten ich in 3 Wochen auf diese ganzen Fragen habe und ich hoffe, dass ich als kleiner Experte zurückkomme und ganz viele Tipps für dich habe.

Warst du schon in Italien? Hast du schonmal einen Roadtrip gemacht? Was sind deine Erfahrungen? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

Update: Wie es in Italien war

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12 KOMMENTARE
  1. Antworten

    Ilona

    31. Mai 2016

    ui, ausgerechnet direkt in Neapel? Naja, ok, ich wurde mit der Stadt gar nicht warm. Wenn du es auch nicht wirst, empfehle ich, spontan umzuziehen an die Amalfiküste. Die solltest du sowieso auf jeden Fall anschauen, wenn du dort bist 🙂
    Viel Spaß. Ich LIEBE Italien!

    • Antworten

      Christina

      31. Mai 2016

      Die Amalfiküste besuche ich auch 🙂
      Bin auch mal gespannt auf Neapel…

  2. Antworten

    Sandra K

    31. Mai 2016

    Viel Spaß! Ich würde auch gern wieder mal in die Toskana und so 🙂 Das italienische Essen ist ja sowieso nur gut…hach *seufz*
    Ich fliege nächste Woche das erste Mal alleine weg, 4 Tage London…und ich bin zu 70% freudig aufgeregt und zu 30% nervös/ängstlich…oder auch mehr *lol* Aber das wird schon 😉
    LG Sandra

    • Antworten

      Christina

      31. Mai 2016

      So ging es mir vor Schottland letztes Jahr auch. Aber ich kann dir versprechen, sobald du auf dem Weg zum Flughafen bist, bist du bei 100% Freude 🙂
      Die ersten paar Schritte von mir in Edinburgh waren zwar auch etwas ängstlich, aber ich habe recht schnell gemerkt, dass das gar nicht nötig ist. Mach dir keine Sorgen 🙂
      Viele Grüße
      Christina

  3. Antworten

    Zypresse

    31. Mai 2016

    Mach Dir keinen Kopp – würde die beste Schwester von allen zu mir sagen.

    Mal ehrlich: wir sind schon oft und gerne in Italien unterwegs gewesen, mit und ohne Auto und fanden und finden das Land einfach nur ein klasse Reiseziel. Es lohnt sich, es gibt viel zu sehen, die Italiener sind tiefenentspannt, das Essen ist prima. Das wird ein Klasse Urlaub.

    • Antworten

      Christina

      31. Mai 2016

      Danke für die aufmunternden Worte, das beruhigt mich 🙂

  4. Antworten

    Lena

    31. Mai 2016

    Auf jeden Fall viel Spaß!!

    Wir waren sechs Wochen mit dem Auto in Italien unterwegs. Neapel und alles südlich davon ist fahrtechnisch eine echte Herausforderung, aber vor allem wenn du von Norden kommst und dich langsam akklimatisieren kannst, wird das bestimmt flutschen.
    Parkplätze an den Unterkünften, das hat bei uns immer super funktioniert. (Parken an der S-Bahn-Station in Rom nicht, da wurde uns eine Scheibe eingeschlagen, an einem Sonntagnachmittag in Sichtweite der Straße. Lass am besten keine Wertsachen im Auto und mach demonstrativ das Handschuhfach auf.)
    Und mach dir nicht zu viele Gedanken. 😉 Es wird bestimmt großartig! 🙂

    • Antworten

      Christina

      1. Juni 2016

      Danke für die Tipps! Und das mit der eingeschlagenen Scheibe überlese ich jetzt einfach mal 🙂

  5. Antworten

    Lena

    31. Mai 2016

    Und hier habe ich noch einen Artikel mit ein paar Vorwarnungen für Italien-Newbies. Vielleicht hilft der noch bei der Vorbereitung? http://www.family4travel.de/familienurlaub-italien/

    • Antworten

      Christina

      1. Juni 2016

      Super, danke. Schau‘ ich mir gleich mal an 🙂

  6. Antworten

    Anja

    1. Juni 2016

    Hallo Christina,
    ich fahre dieses Jahr das vierte Mal mit dem Rad nach Italien. Irgendwie ist meine Tochter nach unserer ersten Tour vom Brenner nach Venedig zum absoluten Italienfan geworden. Die Amalfiküste kann ich dir auch nur wärmstens empfehlen auch wenn der Amalfidrive (Küstenstraße) insbesondere am Wochenende eine echte Herausforderung sein kann. Ansonsten empfehle ich dir unbedingt ein paar Tage in der Toskana einzuplanen und wenn du in Venedig Hunger bekommst – die beste Pizza für zwischendurch gibt es im Bahnhof. Hört sich jetzt doof an, ist aber wirklich so.
    Ich wünsche dir alles Gute und mach dir nicht so viele Gedanken: das wird schon. Ach ja und da du ja auch gerne wanderst, wenn du noch Zeit hast ist natürlich die Cinque Terre ein absolutes MUSSS.
    In diesem Sinne alles Gute und viel Spaß
    Anja

    • Antworten

      Christina

      1. Juni 2016

      Hallo Anja,
      danke für deinen lieben Kommentar.
      Die Amalfiküste werde ich wohl mit dem Bus erkunden. Mit dem Auto ist mir das, glaube ich, zu anstrengend.
      Die Toskana musste ich leider aus zeitlichen Gründen doch streichen. Aber wer weiß, wie der Plan am Ende funktioniert und wo ich überall noch lande 🙂
      Ich liebe Pizza. Den Typ für Venedig werde ich mir merken, danke.
      Die Cinque Terre stehen am zweiten Tag auf dem Programm. Auf die Wanderung freue ich mich schon riesig 🙂
      Liebe Grüße
      Christina

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